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Meine Reise

Vom Gamer zum Entwickler und warum ich heute versuche, meinen eigenen Weg zu gehen.

Ich bin seit über zehn Jahren Software Developer mit Fokus auf Frontend auch wenn ich im Backend genauso gerne experimentiere.

Was ich an Softwareentwicklung liebe, ist einerseits das Handwerk des Codes selbst. Saubere Lösungen zu finden, Probleme zu zerlegen und Systeme zu bauen, die funktionieren.

Aber was mich noch mehr begeistert ist etwas anderes:

Ideen zum Leben zu erwecken. Dinge zu bauen, die anderen Menschen helfen oder ihnen Freude bereiten.

Diese Seite ist mein Versuch, meinen Weg zu dokumentieren wo ich herkomme, woran ich arbeite und wohin ich gehen möchte.

Portrait von Christian Pansch

Die ersten Jahre Gaming und Computer

Computer haben mein Leben schon früh geprägt.

Ich habe einen großen Teil meiner Kindheit und Jugend vor dem PC verbracht allerdings nicht, um technische Dinge zu bauen, sondern um Videospiele zu spielen.

Vor allem:

  • World of Warcraft
  • Counter Strike
  • Starcraft
  • Diablo

Beim Spielen ging es mir fast immer um den kompetitiven Aspekt.

Ich wollte gewinnen.
Ich wollte besser werden.
Und am liebsten wollte ich der Beste sein.

Rückblickend habe ich unglaublich viel Zeit in Spiele investiert. Aber sie haben mir auch etwas beigebracht: Disziplin, Fokus und den Wunsch, sich zu verbessern.

Der Einstieg in die IT

Nach der Schulzeit stellte sich dann die klassische Frage:

Was mache ich eigentlich beruflich?

Da ich ohnehin die meiste Zeit am Computer verbrachte, lag es nahe, etwas mit Computern zu machen. Und weil ich Videospiele liebte, dachte ich mir:

Vielleicht sollte ich programmieren lernen.

Meine schulischen Noten waren allerdings nicht besonders gut – ich hatte die Schule nie wirklich ernst genommen. Mit einem eher durchschnittlichen Realschulabschluss begann ich daher zunächst eine schulische Ausbildung zum Technischen Assistenten für Informatik.

Dort merkte ich schnell:

Programmieren machte mir wirklich Spaß.

Trotzdem blieb Gaming weiterhin mein Hauptfokus. Rückblickend würde ich sagen, dass ich damals definitiv zu viel gespielt habe.

Ein Umweg

Als ich mich beruflich orientieren wollte, hörte ich immer wieder dass Programmierer extrem viel arbeiten, ständig unter Zeitdruck stehen und kaum Freizeit haben.

Für jemanden, der eigentlich nur zocken wollte, klang das nicht besonders attraktiv.

Also entschied ich mich für einen anderen Weg und begann eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration.

Ironischerweise stellte sich dort wieder heraus:
Der Teil, der mir am meisten Spaß machte, war Programmieren.

Der Zufall, der alles änderte

Im letzten Jahr meiner Ausbildung wechselte ich für zwei Wochen in die Softwareentwicklung. Das Team beschäftigte sich gerade mit einer neuen Technologie: AngularJS.

Die Entwickler dort hatten zuvor hauptsächlich mit C# Windows Forms gearbeitet und befanden sich selbst gerade in einer Lernphase. Ich hatte großes Glück. Das Team war unglaublich offen und hat mich sofort integriert. Ich durfte direkt mitlernen und nach wenigen Tagen sogar produktiv mitarbeiten. Aus zwei Wochen wurden:
vier Wochen
acht Wochen
schließlich ein ganzes Jahr

Am Ende verbrachte ich das letzte Jahr meiner Ausbildung in der Softwareentwicklung.
Nach der Ausbildung wurde ich als Junior Software Developer übernommen.

Der Alltag

Die nächsten Jahre waren relativ unspektakulär. Ich programmierte auf der Arbeit. Und danach dachte ich kaum noch daran. Zu Hause wurde gezockt.

Zu dieser Zeit war ich der klassische Nerd. sehr dünn, lange Haare schüchtern und wenig Selbstbewusstsein. Sociale Kontakte waren rare.

Der erste persönliche Wandel

Irgendwann wachte ich eines Tages auf und dachte:

Es muss sich etwas ändern.

Ich ging zum Friseur und ließ mir meine langen Haare abschneiden, ohne jemandem etwas davon zu sagen.

Als meine Mutter mich später sah, fragte sie tatsächlich „Wer bist du?“

Kurze Zeit später meldete ich mich im Fitnessstudio an. Am Anfang hatte ich große Angst davor. Ich dachte, alle würden mich anschauen oder beurteilen. Aber das Gegenteil war der Fall. Jeder im Fitnessstudio hat irgendwann einmal angefangen. Heute freue ich mich sogar selbst, wenn ich sehe, dass jemand Neues im Gym anfängt.

Die Wirkung von Sport

Schon nach kurzer Zeit bemerkte ich Veränderungen. Nicht nur körperlich. Vor allem mental. Mein Selbstbewusstsein stieg. Mein Selbstwertgefühl ebenfalls. Sport wurde zu einem der wichtigsten Bestandteile meines Lebens. Bis heute merke ich: Wenn ich regelmäßig trainiere, geht es mir körperlich und mental deutlich besser.

Bücher und persönliche Entwicklung

Parallel dazu begann ich mich für persönliche Entwicklung zu interessieren. Ich fing an Bücher zu lesen. Bis dahin hatte ich in meinem gesamten Leben genau ein Buch gelesen, in der Schule. Dann kamen plötzlich viele.

Einige Bücher, die mich besonders geprägt haben:

  • Atomic Habits – James Clear
  • Rich Dad Poor Dad – Robert Kiyosaki
  • Deep Work – Cal Newport
  • Mindset – Carol Dweck
  • How to Win Friends and Influence People – Dale Carnegie

Diese Bücher führten nicht immer sofort zu großen Veränderungen. Aber sie pflanzten Gedanken in meinen Kopf Gedanken, die immer wieder zurückkamen.

Der „Flying Fish Moment“

Eines Nachts passierte etwas, das ich heute meinen „Flying Fish Moment“ nenne. Es war mitten in der Woche. Etwa zwei Uhr nachts. Ich saß vor meinem Computer und schaute YouTube Videos. Irgendwann bemerkte ich, Ich schaute gerade ein Video über fliegende Fische. Und plötzlich dachte ich.

Was mache ich hier eigentlich?

Ist das wirklich das Leben, das ich führen möchte? Arbeiten. Nach Hause kommen. Vor dem Computer sitzen. Videos schauen. Immer wieder. Ich wusste plötzlich: So möchte ich meine Zukunft nicht verbringen.

Eine Entscheidung

Ich traf eine einfache Entscheidung. Für einen Monat: kein Gaming, kein Twitch, kein YouTube und kein Netflix. Stattdessen wollte ich: meine Arbeit ernster nehmen, mich weiterbilden und mein Leben aktiver gestalten

React und ein neues Feuer

Zur gleichen Zeit begann mein Team auf der Arbeit eine große AngularJS Anwendung auf React umzustellen. Ein externer Freelancer unterstützte uns dabei. Ich verstand mich sehr gut mit ihm und begann intensiv von ihm zu lernen.

Und plötzlich passierte etwas, Ich entdeckte meine Begeisterung für Softwareentwicklung neu. Ich lernte nach der Arbeit weiter. Ich baute kleine Projekte. Ich schaute Kurse.

Schon bald war ich im Team einer der Entwickler, der React am besten verstand. Schließlich übernahm ich sogar technische Verantwortung für des Projekt.

Mein erstes großes eigenes Projekt

Um besser zu lernen, begann ich eigene Projekte zu bauen. Mein größtes war eine eigene Zeiterfassungs-App.

Jeden Morgen stand ich früher auf und arbeitete eine Stunde daran. Noch bevor ich zur Arbeit ging.

Diese Routine hat meine Fähigkeiten stärker verbessert als alles andere zuvor.

Der Schritt in die Selbstständigkeit

Etwa ein Jahr nach meinem „Flying Fish Moment“ kündigte ich meinen Job und machte mich selbstständig. Ich bekam schnell meinen ersten Auftrag. Ich arbeitete in einer kleinen Agentur und half dort dabei React Wissen im Team aufzubauen, die Anwendungen zu modernisieren und die Junior Entwickler zu unterstützen.

Rückschläge

Doch Fortschritt ist selten geradlinig. Nach einigen Monaten fiel ich langsam wieder in alte Muster zurück.

Mehr Gaming. Weniger Sport. Weniger Fokus auf Weiterentwicklung.

Als mein Vertrag auslief, wollte ich eine Pause machen. Aus einem Monat wurden zwei. Dann drei.

Zurück in einen Job

Meine Reserven wurden langsam weniger. Die Corona-Zeit machte Freelancing schwierig. Also entschied ich mich wieder für eine Festanstellung. Ich schrieb genau eine Bewerbung. Und bekam den Job.

Am Anfang war ich wieder sehr motiviert. Doch irgendwann fühlte sich alles wieder nach Alltag an.

Wo ich heute stehe

Vor etwa einem halben Jahr merkte ich wieder: Ich mache Fortschritte im Job aber nicht in meinen eigenen Zielen.

Also traf ich eine Entscheidung. Ich sprach offen mit meinem Chef. Heute arbeite ich nur noch drei Tage pro Woche. Die anderen zwei Tage nutze ich, um: eigene Projekte zu bauen neue Ideen zu verfolgen meinen eigenen Weg zu entwickeln

Warum diese Seite existiert

Ich weiß noch nicht genau, wohin dieser Weg führen wird. Aber ich weiß, dass ich ihn gehen möchte. Schritt für Schritt. Auch wenn das Ziel noch nicht vollständig klar ist.

Auf dieser Seite möchte ich dokumentieren woran ich arbeite, welche Ideen ich verfolge, welche Fortschritte ich mache und welche Fehler ich unterwegs mache.

Wenn ich mit dieser Seite auch nur einer einzigen Person helfen kann, einen Schritt nach vorne zu machen, dann hat sie ihren Zweck erfüllt.